Devon
Devon ist die Grafschaft unmittelbar vor Cornwall, welche wahrscheinlich aufgrund namhafter Autoren jedem ein Begriff sein dürfte.
Wer allerdings nur durch Devon durchfährt, verpasst viel. Denn die Landschaft & die Menschen hier sind sehr einladend.
Geschichtlich ist einiges zu erkunden wie zum Beispiel Tintagel Castle mit der Sage um den Zauberer Merlin und König Arthur. Es gibt unzählige alte Herrenhäuser und Schlösser mit wunderschönen englischen Gärten, die zu Tagesausflügen einladen. In der Mehrzahl werden diese vom National Trust verwaltet, weil die Erhaltungskosten für die meisten ehemaligen Eigentümer zu hoch waren.
Mittendrin liegt der Dartmoor National Park, eine pittoreske und faszinierende Landschaft, die eigentlich kein Moor ist und zu wunderschönen Wanderungen & Radfahrten (Gravel- oder Mountainbike vorausgesetzt) einlädt. Spuren eines gewissen Hundes habe ich bei meinen vielen Wanderungen und Graveltouren übrigens nie gefunden, aber wer weiß…
Auf den ersten Bildern ist die Region um Tavistock (abgeleitet vom Flussnamen River Tavy & ’stoc‘ für Siedlung) und Brentor Church, eine spätmittelalterliche Kapelle aus dem 13. Jahrhundert, zu sehen.
Ein kurzer Abstecher nach Plymouth & ein Tagesausflug nach St. Ives in Cornwall
Plymouth hat eine lange Geschichte. Das Stadtbild selbst ist leider durch die erheblichen Zerstörungen während des 2. Weltkrieges arg in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Stadt war bereits während des Ersten Weltkrieges ein strategisch wichtiger Punkt, zu der Zeit aber noch unerreichbar für feindliche Kräfte.
Das änderte sich aufgrund der technischen Entwicklungen erheblich und so wurde die Stadt im Zweiten Weltkrieg Ziel massiver Angriffe aus der Luft.
Das Viertel Barbican am Hafen ist eines der wenigen Stadtviertel, wo man den historischen Charme der Stadt noch erkennen kann.
Um 1620 schifften sich von Plymouth aus mutige Menschen ein – die Pilgrims–, die in die Neue Welt segelten und dort die erste Kolonie an der heutigen US Ostküste gründeten: die Plymouth Plantation (Buchempfehlung: ‚The Scarlett Letter‘ von Nathaniel Hawthorne).
St. Ives in Cornwall ist ein starker Kontrast, denn hier ist das alte Stadtbild besser erhalten geblieben. St. Ives ist so etwas wie ein Surfer-Hotspot, obwohl selbst im Herbst die Wellen eher moderat sind. Außerdem ist der Ort Anziehungspunkt für viele Künstler, denn das Licht ist hier besonders. Erklärt wird dies durch besondere Reflexionen der Sonne von Meer und Sand rund um die kleine Halbinsel.
Die berühmte Londoner Tate-Gallery hat hier möglicherweise deshalb eine Zweigstelle.
Lydford Gorge & Buckland Abbey
Lydford Gorge ist ebenfalls unter der Verwaltung (und Erhaltung) des National Trust, allerdings handelt es sich hierbei nicht um eine Burg oder ein altes Herrenhaus sondern um eine Klamm. Aufgrund einiger Überflutungen und Erdrutsche ist der Originalweg dorthin leider nicht mehr passierbar, aber beeindruckend ist es trotzdem am Ende des Weges auf einer Plattform zu stehen und unter den Füssen rauscht das Wasser vorbei.
Buckland Abbey ist ein Kloster in Gregorianischen Stil und war außerdem Wohnort von Sir Francis Drake.
Das Buch hat nach rund 500 Jahren wieder zurück an seinen ursprünglichen Ort, an dem es verfasst wurde, zurückgefunden.


















